Dunkle Kunst
Während Liebe und Romantik, Licht und Freude vielleicht meistens die Kunst dominieren, so haben die dunklere Seite der Menschheit und insbesondere ihre Mythen ebenfalls Abschnitte der Geschichte, sowie die Arbeiten bestimmter Künstler beeinflusst.
Während der Pest waren Künstler natürlich inspiriert vom Schrecken der Krankheit und des Todes. Der niederländische Pieter Brueghel der Ältere und sein Gemälde "Der Triumph des Todes" (1562) sticht als Zeichen der Angst und Verzweiflung dieser dunklen Zeiten heraus. Sein Sohn Pieter Brueghel der Jüngere führte diese dunkle Tradition fort. Und sie alle waren Anhänger des großen und mysteriösen niederländischen Künstlers Hieronymus Bosch (1450-1516).
Im späten 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts inspirierten die Schrecken der verschiedenen Ausbrücke der Pest, welche Europa so katastrophal traf, auch berühmte Künstler wie den Schweden Arnold Böcklin und den Norwegen Theodor Kittelsen.
Um genau zu sein entwickelte diese dunkle und trübe Seite der Kunst sich auf eine gewisse Weise zu seiner eigenen Stilrichtung - SYMBOLISMUS - welches eine Art gotische Version des Art Nouveau war. Große "dunkle" Symbolisten waren der Tscheche Maximilian Pirner, der Pole Wilhelm Kotarbiński, die Deutschen Franz von Stuck und Max Klinger, der Schweizer Carlos Schwabe und der Finne Hugo Simberg, um ein paar der Berühmteren zu nennen.